Stoßwellentherapie
Was ist Stoßwellentherapie?
Durch das Gewebe dringen von außen Stoßwellen mit besonders kurzen Schallimpulsen
im Hochenergiebereich. Die Erzeugung der Stoßwellen ist elektromagnetisch bzw.
elektrohydraulisch. Die Druckwellenstärke liegt dosiert zwischen 0,03 bis 0,07 mJ/mm².
Die Durchführung findet in einer kooperierenden Praxis statt.
Behandlung
Wie läuft die ESWT-Behandlung ab?
Nach Ortung des Zielgebietes durch Ultraschall oder Röntgen wird das sog.
Koppelkissen des Stoßwellengerätes exakt eingestellt und das Gebiet mit
400 bis 1500 Stosswellen durchflutet.
Ist diese Behandlung schmerzhaft?
Nein, Lokalanästhetica sorgen dafür, dass der Patient nichts spürt.
Außerdem lenkt der behandelnde Facharzt Stärke und Position der Anwendung.
Wie lange dauert die Behandlung?
Die Behandlung ist nicht invasiv und ambulant, das bedeutet, sie erfolgt
ohne chirurgischen Eingriff. Eine "Sitzung" dauert ca. 20 Minuten.
Eine Wiederholung hängt vom Beschwerdebild ab. Im Allgemeinen reichen zwei bis drei Behandlungen.
Erfolg
Wie erfolgreich ist die Stoßwellentherapie?
In der Hand des erfahrenen und geschulten Orthopäden ist die ESWT in der Lage,
eine Operation zu ersetzen und so den Patienten vor einem mehrtägigen
Krankenhausaufenthalt mit Narkose- und Operationsrisiko zu bewahren.
Je nach Art der Erkrankung können mit der ESWT 70 bis 80% gute und
sehr gute Ergebnisse erzielt werden.
Vorteile gegenüber anderen Behandlungsformen
- Hohe Heilungsrate
- Besonders schonend und effektiv
- Keine Nachbehandlung erforderlich
- Kein Krankenhausaufenthalt
- Risiko einer Operation und der Narkose entfällt
Indiktion
Tennisellbogen - den man auch vom Golfen bekommen kann, Kalkschulter oder chronischer Schmerzzustand
der Schultersehnen, Fersensporn oder Achillessehnenschmerzen, Schleimbeutelentzündungen und nicht heilende
Knochenbrüche (Pseudoarthrosen). Die Indikation beschränkt sich auf chronische und rezidivierende Krankheitsbilder,
die ohne Erfolg über mindestens 4 Monate mit anderen Mitteln behandelt worden sind.
Kontraindikation
Herzschrittmacher, Infektionen, Blutgerinnungsstörung, Marcumar-Patienten, Schwangerschaft,
Cortisoneinnahme 6 Wochen vor der Behandlung mit Stoßwellen.